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Manöverkritik: "Heute sag' ich denen mal so richtig die Meinung!"

18 Aug 2017

Voller Mut und mit geballter Faust oder schlotternden Knien und Gedankenkarussel geht es dann ins Leitungsbüro…

 

So sieht es oft aus, wenn das traditionelle Feedback-Gespräch im Unternehmen ansteht. Von Angst, oder Abwehrhaltung geprägt … Dass es auch anders geht, beweisen schon viele Organisationen, die das nicht mehr tragen können und wollen.

Auch wir haben darauf keine Lust und pflegen seit gut 2 Jahren unsere MANÖVERKRITIK. Gründe hatten wir, wie die meisten, genug – denn das gepflegte Hasten durch das Tagesgeschäft sorgt dafür, dass Achtsamkeit verloren geht und sich unbemerkt Probleme einschleichen.


Es sind meist die kleinen Konflikte, ausgelöst durch wenig Kooperation und aneinander-vorbei-arbeiten, die zu größeren werden. Bevor Unausgesprochenes hochkocht, ist es wichtig mehr als nur einmal im Jahr ein Teamevent zu haben oder individuell im Mitarbeitenden-Gespräch Feedback zu geben und zu bekommen.

Dieses Phänomen ist auch nicht an uns vorbeigegangen und so entwickelte sich die Manöverkritik als Teamfeedback-Instrument. Alle zwei Monate geben wir uns eine feste Zeit und Struktur, wie auch in unseren Workshops. So verheddern wir uns nicht und kratzen nicht nur an der Oberfläche mit Klassikern wie „Ja, ja, bei mir alles tutti!“

 

Unsere Manöverkritik wird inhaltlich von immer ähnlichen Fragen geprägt:
„Was war gut und wieso?“
„Was war nicht so gut und wieso?“
„Was wünschen wir uns?“.
Für den Austausch schnappen wir uns immer wieder neue Methoden und probieren sie aus. Das können auch Methoden aus unseren Workshops sein wie WishLikeTransfer oder Speedboat.
Richtig knackig kann es auch mit der Empathy Map werden. Das erfordert schon großes Vertrauen sich in Kolleg*innen zu versetzen und zu formulieren, was die wohl so denken, fühlen oder meinen. 

 

Empfehlung deswegen: ernennt jemanden aus dem Team für die Vorbereitung und die Moderation. Es braucht Atmosphäre & Struktur im Meeting sowie Offenheit des Teams, die es ermöglicht, wirklich ehrlich zur Sprache zu bringen, was das Team und jeden Einzelnen bewegt – oder eben nicht.

 

Manöverkritik, oder wie auch immer Euer Team es nennen mag, schafft Nähe und Authentizität , wenn ernsthaft, ‚tief‘ genug und regelmäßig durchgeführt – und das „Wozu“ des Teams bleibt scharf und präsent.

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