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WorldWideWorkshop: Die Ergebnisse

Globale Probleme erfordern globale Lösungen.

Wir von Verwegener & Trefflich sind überzeugt: wir entwickeln Kooperations-, Innovations- und Kreativmethoden, die überall auf der Welt funktionieren: Wir können gemeinsam agil und ressourcenschonend Konzepte entwerfen, diese schnell testen und so sicher stellen, dass sie wirklich nützlich sind und auch funktionieren.


Wenn es sein muss auch weltweit.

Um den globalen Ablauf besser zu verstehen, haben wir mit unseremWorldWideWorkshop Experiment am 24.06.2015  gemeinsam mit Teams in Vietnam, Kenia und Kanada daran gearbeitet dem Wunsch nach Frieden auf der Welt ein Stückchen näher zu kommen.

 

 

Vorab durften alle Teilnehmer einen Wunsch äußern und schließlich über den N°1-Wunsch-der-Wünsche abstimmen. Es sollte Weltfrieden werden – eine große Aufgabe.

 

N°1 Wish: I wish that everyone in the world can live in peace. Ein frommer Wunsch, indeed!

Team Deutschland setzte am Morgen als erstes an und drehte den Wunsch in eine konkrete Design Question mit dem Ziel, die Teams mit einer genaueren, handhabbaren Aufgabenstellung auf die Strecke zu schicken. Schließlich kann das Thema Weltfrieden schon mal ganz schön schwer auf den Schultern lasten.

Wir sind direkt auf die Straße gegangen und haben möglichst viele uns möglichst fremde Menschen gefragt, was sie sich unter Frieden vorstellen. Die gesammelten „Points of View“ haben wir komprimiert, abstrahiert, kategorisiert und erkannt, dass Frieden vor der Haustüre anfängt und endet. Wir erstellten eine Design Question mit dem Ziel, Weltfrieden auf ein lösbares Level zu senken und gleichzeitig genug Freiheit für kreative Lösungen zu lassen.

 

Design Question: How can we enable small groups (~ 15 people) to understand their own and other small groups’ needs for dignity and express them so that they can negotiate respectfully and find an agreement?

Kurzerhand per Online-Live-Session präsentiert waren die Teams Vietnam  und Kenia, sowie später auch Team Kanada gerüstet, um mithilfe des Open Design Card Game “Wish For The Future“ tatsächlich Lösungen hervorzubringen.

 

Team Vietnam: Dream Angel Education
Vietnam überraschte mit einer spannenden Geschichte aus der Zukunft, in der ein „Dream Angel“ sicherstellt, dass Individualismus nicht zu Egoismus führt, und in dem Education die zentrale Rolle für den Frieden in kleinen und großen Gruppen spielt. Im Vietnamesischen Ansatz entsteht eine phantastische Mischung aus Technologie, Spiel, Werten und customizable demographic.

 

 

Team Kenia: Success is defined by impact, not by money

Zu unserer Überraschung kam auch Team Kenia ganz unabhängig mit dem Fokus auf Bildung zurück, auch hier mit Blick auf das Individuum als Teil der Gemeinschaft. Wie gewinne ich meine Würde durch Bildung? In dem ich meinen Wert an Impact in der Gesellschaft messe anstatt an Dollars, indem ich lebenslang in ständig wechselnden Kleingruppen lerne, mit verschiedensten Schülern und Lehrern (Herkunft, Alter, Status, etc.) und indem Lehren sexy sein soll und der wichtigste Beruf der Welt.

 

 

Team Kanada: SocialEatia
Team Kanada stürzte sich schnell ins Thema Grundbedürfnis Nahrung – unter der Annahme, dass die Welt friedlicher sein müsste, wenn denn alle Zugang zu guter Nahrung haben.


Das Ergebnis: „SocialEatia“ – In kleinen Gemeinschaften mit je ca. 15 Mitgliedern lebend, haben die Menschen die Möglichkeit dank Technologie sich vollkommen unabhängig mit Nahrung zu versorgen und machen sich frei von Versorger-Abhängigkeiten. Gegessen wird zusammen – immer – sodass ein regelmäßiger Austausch stattfindet und alle sowohl nahrungstechnisch als auch mental optimal versorgt sind.

 

 

Mit diesen Lösungsansätzen schließlich war wieder Team Deutschland gefordert und widmete sich in einer Abend-Session dem ‚Leben einhauchen‘ der entstandenen Lösungen.

 

Prototyping

Hier kombinierte das Team nun Ansätze aus allen vorhergehenden Teams zu einem neuen Bildungskonzept: Weltweit sollen Schulen zu Restaurants werden und Restaurants zu Schulen und Supermärkte quasi zu Leihbibliotheken in denen Essen gegen Bildung und Lebenserfahrung getauscht werden. Bildungs- und Verteidigungsetats werden in Essen investiert, das an diesen öffentlichen Orten in ständig wechselnder Gemeinschaft kostenlos eingenommen werden kann.

Um sich das kostenlose Essen zu verdienen, wird jeder Mensch zu Lerner und Lehrer und systematisch mit gesuchtem oder auch nicht gesuchtem Wissen, Können oder Lebenserfahrungen anderer Menschen „gematched“. So wird jeder Lehrer und Lerner, die Leistung wird nichtmonetär gewürdigt sondern nach der Wertschätzung durch den jeweils anderen Menschen. Mit den verdienten Lehr-Punkten gibt es freies Essen in den ehemaligen Schulen oder Supermärkten…

 

 

Die Lösung wurde als Storyboard im „TV“ präsentiert, als Installation gebaut, als Infographic skizziert und auf der Straße ausprobiert. Im Tausch gegen Fragen oder Geschichten luden wir Passanten zum Essen ein und erfuhren so einiges über russische Filme, eine sozial genutzte Brachfläche in der Nachbarschaft und … über das Lehramtsstudium .

 

Weltfrieden: ein frommer Wunsch, indeed, dem wir dank internationalen Inputs der motivierten Teilnehmer in allen Ländern ein wenig näher rücken konnten.

 

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