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Verwegenes Social Presencing Theater

Branchenübergreifend arbeiten heißt auch immer wieder auf’s Neue nach anderen Methoden zu greifen. Genau das haben wir einmal mit dem Social Presencing Theater nach Arawana Hayachi gemacht und sind dadurch den Problemen von Unternehmen auf neue Art auf den Grund gekommen. Als Teil der Theory U von Otto Scharmer ermöglichte uns die Methode gemeinsam mit dem Unternehmen komplexe Fragestellungen sichtbar werden zu lassen, tiefliegende Veränderungen anzustoßen und diese gleichzeitig auf eine wertschätzende Art & Weise zu kommunizieren und zu lösen.

 

SITUATION IN UNTERNEHMEN

Der Aufbau von Unternehmen in verschiedene Abteilungen, zielt auf Effektivität und Effizienz. Auf den ersten Blick erscheint das durchaus logisch und sinnvoll.

Doch was wenn das lineare Arbeiten und die ‘Kästchen’-Struktur hinkt? Wenn sachlich & fachlich alles stimmt, aber das Miteinander ins Ungleichgewicht geraten ist? Hoher Krankenstand, Demotivation und vermisste Wertschätzung z.B. lassen sich nicht sachlich managen. Diese Themen brauchen Platz und systemisches Verständnis.

 

KOPF AUS! VERTRAUEN & INTUITION AN.

Zu Beginn einer Session ist es entscheidend, dass die Mitarbeiter Raum haben, um zu erkennen, dass sie nicht darstellen sollen, was sie zu wissen glauben, sondern, dass Vertrauen & Einfühlen an erster Stelle stehen. Intuition statt Schauspielerei. Nur so erhalten sie die Chance einen echten Einblick in ihr gegenwärtiges System zu bekommen. Und erst darauf basierend können sie gemeinsam ein bestmögliches Morgen entwickeln.

Bei näherer Betrachtung zeigt der Ansatz der Methode, die ein oder andere Gemeinsamkeit zur pädagogischen Familienaufstellung:

Mehrere Menschen werden stellvertretend für Mitglieder eines Systems angeordnet bzw. stellen sich entsprechend auf. Das kann beispielsweise “Umwelt”,  “Bürger” oder auch die Position “Nachhaltigkeit” sein. Ja genau, Position, nicht Rolle - denn Social Presencing Theater ist, genau wie eine Familienaufstellung, kein Rollenspiel. Der Ansatz begründet sich vielmehr darin, dass die gegenwärtige Realität eines Systems, Beziehungen und ihre individuellen Muster sichtbar gemacht werden.

 

 

 

MIT GEGENWART IN DIE ZUKUNFT

“Wie entwickeln wir eine zu uns passende Innovationskultur?” - hören wir oft. Die Antwort darauf geben sich die jeweiligen Mitarbeiter schnell selbst, nachdem wir mit ihnen die ein oder andere Einstiegsübung durchgeführt haben. Der Aha-Effekt: Veränderung beginnt bei mir.

Wenn ich Veränderung möchte, dann sollte ich meine eigene Veränderungsbereitschaft innerhalb des sozialen Systems hinterfragen.

Das Social Presencing Theater hilft dabei dieser komplexen Fragestellung einmal näher zu kommen. Die Mitarbeiter erhalten in wenigen Worten die Aufgabe für alle “Stakeholder” und “Aspekte” der Fragestellung Stellvertreter auszuwählen. Jetzt heißt es für alle sich in die jeweilige Rolle einzufühlen, in Bewegung kommen, auf die Intuition vertrauen und sich dementsprechend im Raum zu positionieren.

 

Nach wenigen Minuten wird bereits das erste Bild des gegenwärtigen Ist-Zustandes sichtbar.

Innehalten und Wahrnehmen.

So sieht also im Moment unsere gemeinsame Arbeit aus. So nah oder so fern voneinander führen wir unsere Tätigkeiten aus und durchkreuzen unbewusst womöglich unsere einzelnen Ziele anstatt uns zu unterstützen.

Nach ein paar weiteren Momenten des Innehaltens & Erkennens wartet im nächsten Schritt die Zukunft: wie kann unsere gewünschte Situation der gemeinsamen Arbeit aussehen?

Die Mitarbeiter positionieren sich neu, halten wieder inne, justieren nach und bleiben dort stehen, wo es sich am besten anfühlt. Durch das synchrone Interagieren aller werden Wege für Veränderungen und Lösungen sichtbar.

 

Wir halten dieses Bild fest und werten gemeinsam das wahrgenommene Verhalten aus. Daraus können wir konkrete Impulse generieren, wie gemeinsam und pragmatisch umgesetzt werden kann, was nun so klar ‘auf dem Tisch liegt’. Es ist der erste Schritt gemacht für die Entwicklung einer nachhaltigen und wirksamen Innovationskultur. Zwischenfreuen.

 

 

 

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