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Auf den Weg machen - Mit dem V&T MVIS

 

 

 

Im ersten Teil unserer MVIS-Reihe haben wir die drei “Mängel-Phasen”, in welchen sich Unternehmen befinden können und welche Konsequenzen diese mit sich bringen, beschrieben.  

Im zweiten Schritt veranschaulichen wir die einzelnen Bestandteile unseres Minimal Viable Innovation System  und zeigen praktische Beispiele für eine Umsetzung.

 

 

Zunächst gilt es die beiden Bereiche Mangel an Ideen & Ansatzpunkten und Mangel an Orientierung, Sinnhaftigkeit & Daseinsberechtigung abzuklopfen und innerhalb dieser Klarheit zu schaffen. Das kann im Einzelnen mal mehr, mal weniger Arbeit & Schmerz bedeuten - je nachdem wie sehr der Mangel ausgeprägt ist.

 

 

KONKRET BEDEUTET DAS:

  

* die Vision sichtbar machen / eine Vision entwickeln

* das Geschäftsmodell aus verschiedenen Blickwinkeln der Organisation beleuchten & als Status Quo festhalten
* Einflussfaktoren & Trends identifizieren, die die Organisation & das Geschäft beeinflussen – heute und in den nächsten Jahren

 

Währenddessen ergeben sich meist die Handlungsfelder - die strategischen Schwerpunkte - ganz automatisch oder sie wurden bereits vorher in der Organisation identifiziert. In beiden Fällen gilt es sie ‘nur noch’ zu priorisieren, um sie dann tatsächlich auch anzugehen. An dieser Stelle kommt es entweder zu viel Energie und einem lauten “Let’s go!” oder die Masse der Handlungsfelder lähmt das Team direkt. Dann schleicht sich eher der Gedanke “Himmel, wer soll das alles machen?” ein. Beides ist berechtigt und sogar behandelbar ;) 

Dafür schaffen wir zunächst ein gutes Fundament in Form eines Teams, welches aus Kollegen unterschiedlicher Abteilungen (und Hierarchiestufen, wenn relevant) besteht - in keinem Fall nur aus dem Management! Im nächsten Schritt definiert, beschreibt und priorisiert das Team dann die sich ergebenden Handlungsfelder. Auch die Form der Priorisierung schafft sich das Team selbst, denn nur so stellen wir sicher, dass branchen- und organisationseigene Faktoren mit einbezogen werden.

 

Sobald dieses Fundament geschaffen ist, gilt es Mangel Nr.1 anzufassen: “Womit fangen wir an?”

Als Basis und zentrales Mittel dient beispielsweise ein an Kanban angelehntes Organisations-Board (kurz: Org-Board), welches dem Team eine Übersicht über die Handlungsfelder verschafft: Welche laufen bereits? Welche befinden sich in der Vorbereitung und welche sitzen noch in der Warteschleife? 

 

 

Das macht - zuweilen schmerzlich - sichtbar, dass die Umsetzung aller Prio-1-Projekte auf einmal schlicht nicht machbar ist. In kurzer Zeit wird deutlich, wo die eigentlichen Engpässe - auch Bottlenecks genannt - liegen (meist die IT…) und natürlich entsteht die wichtige, Frage: “Was braucht es um diese aufzulösen? Wie können wir unterstützen?”. Die Kanban-Vorgehensweise hilft der gesamten Organisation klar, sichtbar und verbindlich zu priorisieren und Silodenken aufzulösen, um stattdessen gemeinsam für die Umsetzung des am höchsten priorisierten Projekts zu kämpfen. Schließlich wissen alle WOZU sie es machen.

 

DAUERLÄUFER STATT EINTAGSFLIEGE

 

Ja, und langfristig? Wie funktioniert das dann?

In unserem ersten Teil des MVIS haben wir aufgezeigt wie entscheidend es ist, dass Strategie gelebt wird. MVIS ist darauf ausgerichtet permanent und langfristig als Instrument für gelebte Strategie eingesetzt zu werden. Sobald das Fundament erst einmal steht, wird Strategie wie eine Art Zirkeltraining in der Organisation ausgeführt.

Neue, emergierende Handlungsfelder können von allen Mitarbeitenden beschrieben werden. 

Jeder Mitarbeiter des aktuellen interdisziplinären Teams übernimmt die Bewertung des Handlungsfeldes und sortiert es im Org-Board ein. Vorteil: es geht nichts verloren und an  Stelle des Wirrwarrs all’ der Möglichkeiten tritt Klarheit. Statt Blockierung kommt alles wieder in Fluss. 

 

Mittelfristig ist das MVIS ein wortwörtliches “Im-Dreieck-Springen” - jedoch positiv und hilfreich!

Im ständigen Abgleich zwischen Vision, Geschäftsmodell und Einflussfaktoren werden neu auftauchende Themen in die Hand genommen, priorisiert und geplante Themen werden umgesetzt.

So ist Strategie also nicht mehr ein 1-2 Mal pro Jahr stattfindendes Konstrukt, sondern etwas, das tagtäglich spürbar im Kleinen und Großen gelebt wird und für Motivation sorgt.

  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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