© 2019 Verwegener & Trefflich

(Selbst-) Führung in Transformation
Argument 2/5: Veränderung vorleben

12 Aug 2019

Nur wer Veränderung an sich selbst vorlebt, kann andere glaubwürdig durch Veränderung führen.

 

Veränderung bedeutet immer Stress und Unsicherheit für ein System. Wenn wir die alten Pfade verlassen wollen, die neuen Wege aber noch nicht klar sehen und erklären können, kommt jede Organisation aus dem gewohnten Gleichgewicht.

 

Die menschliche Reaktion in solchen Situationen ist in der Regel entweder Stressvermeidung durch Abwehr und Widerstand gegen das Ungleichgewicht. Das zeigt sich oftmals am noch stärkeren Beharren auf bewährte Prozesse und Regeln. Oder aber im ganz expliziten Lospreschen, radikalen Angreifen des Etablierten und in Anklage der „Bremser“. Diese Spaltung erleben viele Organisationen im Inneren.

 

  • Die meisten Change-Programme und Kulturinitiativen für mehr Innovation und Agilität scheitern an den Führungskräften. Das liegt allerdings weniger an mangelnder Überzeugung, fehlendem Wissen oder schlechten Entscheidungen. Vielmehr fehlt nach unserer Beobachtung oftmals das Bewusstsein dafür, dass Veränderung gerade von Führungskräften ganz persönliche und langfristige Veränderungsarbeit erfordert.

  • Lesen Sie zunächst hier die Einführung in diese Serie über Führung in Transformation

 

Eine Führungskraft, die ihren Mitarbeiter*innen trotz äußerer Unsicherheit innere Ruhe und Gelassenheit auf Neuland glaubhaft vermitteln kann, ist im Vorteil gegenüber solchen, die von Veränderung sprechen, selbst aber nicht bereit sind, ihre eigenen Gewohnheiten zu überwinden.

Wenn ich mich als Führungskraft in verschiedenen Situationen klar in meiner aktuellen Phasen meines Veränderungsprozesses verorten kann und jeweils meinen derzeitigen Entwicklungstand selbstwertschätzend kommunizieren kann, gebe ich anderen Orientierung durch innere Klarheit.

 

Der offene Umgang mit eigenen Zweifeln und Widersprüchen öffnet Mitarbeiter*innen den Raum, mit ihrem jeweiligen eigenen Empfinden angenommen zu sein. So können innere Konflikte als solche gewertschätzt und begleitet werden und müssen nicht auf Umwegen in „Stellvertreterkriegen“, Machtkämpfen oder Sabotage destruktiv ausgelebt werden. Langwierige Machtkämpfe können so vermieden werden und als persönlicher Entwicklungsprozess dort bearbeitet werden, wo sie auch aufgelöst werden können und müssen nicht mehr die Teamkultur vergiften.

 

Wenn sich Führungskräfte also aktiv und offen auf einen persönlichen Entwicklungs-Weg einlassen, fördert dies das Verständnis für die verschiedenen Bedürfnisse und Blockaden in ihren Teams und vermittelt Vertrauen, Klarheit und Sicherheit an Mitarbeiter*innen, selbst eigene mutige Schritte zu gehen.

 

 

Hier finden Sie unser Führungskräftetraining „natürlich FührungsKraft“, das Sie in Ihrer persönlichen Entwicklung unterstützt und Ihnen einfache Bilder vermittelt, über (eigene) Entwicklungsprozesse zu sprechen.

 

 

 

Lesen Sie im nächsten Artikel weitere Argumente für eine neue Art von (Selbst-) Führung.

 


 

 

Share on Facebook
Please reload

Schlagwörter
  • Black Instagram Icon