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Kreativität gross gedacht, nein, tief empfunden! Buchempfehlung

26 Aug 2019

Empfehlung des und unsere Gedanken zum “We Are In.Tuition“ Fieldbook, das unsere Freundin Ele Jansen gemeinsam mit einer Gruppe von Innovationsenthusiasten, Kreativen, Akademikern, … nach einer 15-Monate andauernden Erkundung der Frage
Was heißt es intuitiv und vertrauend in Flow, Emergenz und Weisheit zu sein, in einer Welt von patriarchalen Strukturen?

zusammengestellt hat.

 

Download: http://www.elejansen.com/we-are-in-tuition-fieldbook-out-now/

 

Wer verzweifelt derzeit nicht an der Welt? Denkst Du nicht auch, dass Du angesichts des Zustands der Welt eigentlich etwas ganz anderes tun solltest, als Du täglich tust? Alle Hände gehen hoch.

 

Ja aber, … wie bringe ich mich und etwas in die Welt, das wirklich aus allen gängigen Erwartungen, Denkmustern und (Wirtschafts-) Paradigmen heraus fällt? Was, wenn ich wirklich anerkenne, dass wir nicht weiter auf die Nachhaltigkeits-Trippelschritte jedes einzelnen Unternehmens warten können oder auf den Mut von Parteien und Politikern, das Notwendige zu tun?

 

Reicht dann noch Strategie und Kreativität? Können Design Thinking und all unsere gut eingeübten Kreativ- und Kooperationsmethoden bei diesen Fragen noch helfen, solange wir sie „nur“ in den alten Denk- und Arbeitswelten anwenden?

 

Das Fieldbook „We are In.Tuition“ geht einen Schritt weiter und wagt den Versuch, Kreation in einen neuen Kontext zu setzen, wagt, sich auf Beziehungen zwischen Menschen, auf natürliche Kreisläufe, auf Intuition und Stille einzulassen. Das Buch geht an unsere Grenzen, bis es weh tut und umarmt zugleich die Widerstände gegen diese Herangehensweise. Die Autor*innen zielen auf die Schnittstellen zwischen Denken und Fühlen, zwischen Handeln und Geschehenlassen, queer zwischen Genderkonzepte und schneidet nebenbei messerscharf in die Geschichten, die wir uns über uns selbst erzählen. Oder vermutlich trifft es das Ganze besser, wenn wir diese Dualismen NICHT aufmachen, sondern deren Synthese erforschen, für die wir noch keine Worte haben.

 

Das kleine Kunstwerk ist über Monate in Sydney und einem Retreat im australischen Hinterland gewachsen, gehegt und gepflegt von einer interdisziplinären Gruppe aus Kunst, Musik, Innovationsforschung, Entrepreneurship, Ethnologie, Yoga und Medien – unter ihnen unsere alte Freundin Ele Jansen von learn do share [http://www.learndoshare.net/].

 

In diesem wunderschönen Playbook werden Methoden versucht und in Versuchung gebracht, die unsere Vorstellung von Kreativprozessen und wie sie in „Organisationen“ „Beziehungen von Menschen“ eingebettet sein könnten, dehnt wie einen schwangeren Bauch im neunten Monat. Im Zentrum steht die Idee eines Open Value Netzwerks, das Menschen zielfrei unter den Prämissen von Transparenz, Emergenz, Werten und gegenseitigem Nutzen zusammenführt und gemeinsam gestalten lässt.

 

Die Übungen spielen beispielsweise mit der Frage, wo und worin sich die Atome meiner Hand in früheren Jahrmillionen wohl befanden. Sie laden ein zur Beschäftigung mit dem Mondzyklus und bringen uns in die Stille der Meditation oder die Spontanität des Tanzes.

 

Ja, das ist alles zu groß für unseren Arbeitsalltag mit unseren Kunden. Das können wir nicht vermitteln. Und: es ist hohe Zeit, sich genau das zu trauen.

 

Und wenn es nur ist, sich zu trauen, das wunderschöne Buch den Kollegen zu Weihnachten zu schenken, ist das ja auch schonmal einer dieser viel zu kleinen Trippelschritte… 😊

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